Die häusliche Sauerstofftherapie wird Patienten mit chronischer Ateminsuffizienz (COPD, Lungenfibrose, schwerer Herzinsuffizienz) oder in der Genesungsphase nach schwerer Lungenentzündung verordnet. Sie hält eine ausreichende Sauerstoffsättigung aufrecht und vermeidet einen längeren Krankenhausaufenthalt. SOS Nursing bietet pflegerische Betreuung zu Hause in Marrakesch: Sättigungsüberwachung, Flussanpassung, Schulung von Patient und Familie in den Sicherheitsregeln.
Die Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT) ist indiziert, wenn der PaO2 in Ruhe unter 55 mmHg liegt oder bei 55 bis 60 mmHg mit Zeichen der Auswirkung (Polyglobulie, Cor pulm…
Indikationen der häuslichen Sauerstofftherapie
Die Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT) ist indiziert, wenn der PaO2 in Ruhe unter 55 mmHg liegt oder bei 55 bis 60 mmHg mit Zeichen der Auswirkung (Polyglobulie, Cor pulmonale, nächtliche Entsättigungen). Die häufigsten Erkrankungen sind schwere COPD, Lungenfibrose, terminale Herzinsuffizienz und bestimmte neuromuskuläre Erkrankungen. Die Verordnung erfolgt durch den Pneumologen nach einer arteriellen Blutgasanalyse.
Gerätetypen: Konzentrator, Flasche und Flüssigsauerstoff
Der elektrische Sauerstoffkonzentrator ist das am häufigsten verwendete Heimgerät: Er extrahiert Sauerstoff aus der Umgebungsluft und liefert einen kontinuierlichen Fluss von 0,5 bis 5 Litern pro Minute. Druckgasflaschen dienen als Backup für unterwegs. Flüssigsauerstoff, kompakter, ist Patienten mit hohem Flussbedarf oder großer Mobilität vorbehalten. Die Wahl trifft der Pneumologe nach den Bedürfnissen des Patienten.
Rolle der Pflegekraft bei der Überwachung
Die Pflegekraft prüft die Sauerstoffsättigung per Pulsoximetrie (SpO2-Ziel: 88 bis 92 % bei COPD, 94 bis 98 % bei anderen Patienten), kontrolliert den verordneten Sauerstofffluss, inspiziert das Material (Schlauch, Nasenbrille, Maske), überwacht Zeichen einer respiratorischen Dekompensation und übermittelt die Parameter an den Pneumologen. Sie erkennt Nebenwirkungen: Nasentrockenheit, Kopfschmerzen, Hautirritationen.
Zwingende Sicherheitsregeln
Sauerstoff ist ein brandförderndes Oxidationsmittel. Es ist streng verboten, in der Nähe zu rauchen, offene Flammen zu verwenden, funkenerzeugende elektrische Geräte oder fetthaltige Substanzen (Vaseline) in der Nähe der Sauerstoffquelle zu benutzen. Der Konzentrator muss in einem belüfteten Raum aufgestellt werden, mindestens 2 Meter von jeder Wärmequelle entfernt. Die Pflegekraft schult Patient und Familie beim ersten Besuch in diesen lebenswichtigen Regeln.
Therapietreue und Lebensqualität
Die Langzeit-Sauerstofftherapie erfordert eine Mindestnutzung von 15 Stunden täglich, idealerweise 18 bis 24 Stunden. Die Pflegekraft beurteilt die Therapietreue bei jedem Besuch (Stundenzähler des Konzentrators), identifiziert Hindernisse (Lärm, Platzbedarf, ästhetische Beeinträchtigung) und schlägt praktische Lösungen vor. Gute Therapietreue verbessert das Überleben, reduziert Krankenhausaufenthalte und steigert die tägliche Belastbarkeit.



