Die Krebschemotherapie erzeugt Nebenwirkungen, die zwischen den Klinikzyklen regelmäßige pflegerische Überwachung und Versorgung erfordern. SOS Nursing bietet pflegerische Begleitung zu Hause in Marrakesch für Chemotherapie-Patienten: Überwachung des zentralen Venenzugangs, Übelkeitsmanagement, Infektionsprävention bei Neutropenie, Mundpflege und Ernährungsunterstützung. Unsere Rolle ergänzt das onkologische Krankenhausteam, ohne es zu ersetzen.
Der implantierbare Port (Port-a-Cath oder PAC) ist der bevorzugte Zugangsweg für die Chemotherapie.
Überwachung des implantierbaren Ports (PAC)
Der implantierbare Port (Port-a-Cath oder PAC) ist der bevorzugte Zugangsweg für die Chemotherapie. Die häusliche Pflegekraft führt zwischen den Zyklen Heparinspülungen durch (alle 4 bis 6 Wochen), prüft die Gerätefunktion (Blutrücklauf, Durchflussrate), inspiziert die Hautstelle auf Rötung, Schmerz oder Schwellung als Hinweise auf Infektion oder Thrombose und wechselt den Okklusivverband gemäß Protokoll.
Übelkeitsmanagement und Ernährung
Chemotherapiebedingte Übelkeit und Erbrechen betreffen 60 bis 80 % der Patienten. Die Pflegekraft überprüft die Einnahme der verordneten Antiemetika (Setrone, Kortikosteroide, Aprepitant), berät zur Aufteilung der Mahlzeiten (5 bis 6 kleine Mahlzeiten pro Tag), empfiehlt bevorzugte Lebensmittel (kalt, geruchsarm, proteinreich) und zu vermeidende (fettig, scharf, sehr süß). Regelmäßige Flüssigkeitszufuhr wird gefördert.
Infektionsprävention in der Neutropeniephase
Die Chemotherapie zerstört weiße Blutkörperchen und setzt den Patienten zwischen Tag 7 und 14 nach der Behandlung (Nadir) einem erhöhten Infektionsrisiko aus. Die Pflegekraft überwacht die Temperatur (jedes Fieber über 38,3 °C ist ein Notfall), schult in Händehygiene, Maskentragen in der Öffentlichkeit, Vermeidung von Kontakt mit Kranken und leitet bei febriler Neutropenie an die onkologische Notaufnahme weiter.
Mundpflege und Mukositisprophylaxe
Orale Mukositis (schmerzhafte Schleimhautentzündung) betrifft 20 bis 40 % der Patienten unter Standardchemotherapie. Die Pflegekraft empfiehlt Mundspülungen mit Natriumbikarbonat, überprüft bei jedem Besuch den Zustand der Mundschleimhaut, empfiehlt eine ultraweiche Zahnbürste und meldet schwere Mukositis dem Arzt zur Therapieanpassung.
Psychologische Unterstützung und onkologische Koordination
Die häusliche Pflegekraft ist ein wesentliches Bindeglied in der seelischen Unterstützung von Patient und Familie. Sie hört zu, beruhigt, erkennt Zeichen psychischer Belastung und vermittelt an spezialisierte Ressourcen (Psychoonkologen, Patientenvereinigungen). Sie stellt die Verbindung zum onkologischen Krankenhausteam her, indem sie klinische Beobachtungen zwischen den Zyklen übermittelt.



